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Lennart lebt mit seinen Eltern und zwei Schwestern in der Nähe von Frankfurt. Am Morgen ist die Welt noch in Ordnung. Ostermontag 2002 tollt der eineinhalb jährige Lennart vergnügt mit seinen beiden älteren Schwestern und den Eltern durchs Schwimmbad. Am Abend muss sich der bis dahin kerngesunde Junge übergeben und am nächsten Tag ist Lennart etwas still und appetitlos. Als sich sein Zustand nicht bessert, fährt die Familie ihn ins Krankenhaus. Dort wird zunächst eine Lungenentzündung festgestellt, wenig später dann die niederschmetternde Diagnose: Lennart leidet an einer schweren Herzmuskelentzündung. Seine Herzmuskelleistung beträgt nur noch ein Drittel der eines gesunden Kindes. Lennarts gesundheitlicher Zustand verschlechtert sich rapide, er kommt auf die Intensivstation. Zwei Wochen lang wird er dort rund um die Uhr versorgt. Als alle Therapieansätze mit Medikamenten ausgereizt sind, wird Lennart in eine Spezialklinik verlegt. Dort stellen die Ärzte fest, dass sein Herzmuskel irreversibel geschädigt ist. Nur eine Herztransplantation kann ihm noch das Leben retten. Um dem geschädigten Herz Arbeit abzunehmen, wird Lennart in ein künstliches Koma versetzt. Die folgenden Tage zählen für Lennarts Eltern zu den schwersten ihres Lebens. Sie müssen die Entscheidung treffen, ob sie ihren Sohn sterben lassen oder ihn für eine Transplantation listen. Sie suchen Rat bei anderen betroffenen Eltern. Der Kontakt zum BDO kommt über diese Gespräche und Informationsbroschüren, die im Krankenhaus ausliegen, zustande. Nach zwei Tagen intensiver Auseinandersetzung und vielen Gesprächen ist beiden sonnenklar: "Wir müssen für Lennart und mit Lennart kämpfen!" Lennart wird sofort für die Transplantation gelistet. Er wird auf höchste Dringlichkeit gestuft. In einer Rekordzeit von weniger als einem Tag wird ein geeignetes Organ gefunden. Das Spenderherz rettet Lennarts Leben am 27. April 2002. Sechs Wochen nach der Operation kann Lennart das Krankenhaus verlassen. Lennart hat es geschafft, er hat eine zweite Chance bekommen. Das Geschenk, weiter leben zu dürfen. Lennarts Eltern sind froh über die Unterstützung, die sie in den Tagen fanden, in denen sie die Entscheidung für die Transplantation getroffen haben: Der Austausch mit anderen Eltern transplantierter Kinder ist extrem wichtig. Den Ärzten gegenüber war man zu Beginn eher etwas misstrauisch. Dieser Austausch hat sehr stark zu unserer Entscheidung für die Transplantation beigetragen. Lennart heute:
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